Eindrücke aus Begegnungen

Relativ einzigartig in Deutschland ist das Angebot des Vereins, ehemaligen Teilnehmern des Austauschs Unterstützung beim weiteren Besuch des Partners in Ramat Gan bzw. in Weinheim anzubieten. Wir machen damit seit 2008 sehr gute Erfahrungen; die einmal mit Begeisterung begündeten Kontakte mit dem Partner bzw. der Familie des Partners werden so befördert. Das ist natürlich für die Städtepartnerschaft eine wichtige Basis.

Wir werden in nächster Zeit Berichte von jungen Manschen, die das Angebot in Anspruch genommen haben, hier veröffentlichen (Stand: Februar 2017)

WIR SIND DANKBAR FÜR SPENDEN, DIE DIESES PROJEKT WEITER MÖGLICH MACHEN: Konto: IBAN DE21 6709 2300 0001 1646 00 (Spendenbescheinigung garantiert!)


Interesse am Jugend-Austausch?

Seit 1986 gibt es den Jugend-Austausch der beiden Partnerstädte Ramat Gan und Weinheim. Jährlich nehmen rund 20 SchülerInnen aus Weinheim an dem vom "Freundeskreis Weinheim-Ramat Gan e.V." geförderten Programm teil und tauchen dabei nicht nur in die Geschichte ein, sondern lernen auch Freunde fürs Leben kennen.

Eine Reporterin der Weinheimer Jugendmedien wollte von zwei Teilnehmerinnen des Austausches 2016 wissen, was sie alles in den 4 Wochen ihres Austausches erlebt haben und warum sich junge Leute für das Austauschprogramm interessieren sollten.

Falls auch ihr Interesse an dem Israel-Austausch habt, dann schreibt eine Email an ramatgan@gmx.de oder informiert euch hier auf unserer Website.


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Shahar from Ramat Gan

Impressions from a visit to Weinheim, December 2016


My first contact with Weinheim was 12th of July 2015.

My last stay in Germany was December 2016/January 2017.

I came to visit my exchange partner (Magdalena) and her family, during the stay we drove to Berlin and we stayed in their friends' house so I met them. Later we drove to Poland and I met Magdalena's extended family and her sister's friends.

Some impressions during the visit:

I had a lot of fun during my stay in Germany (in both of the times) my hosting family is amazing and they always took care of me, I am thankful for them! I didn't have any negative experience. I met incredible people and friends for life! I visited beautiful places and sites.

Yes of course., I intend to continue my relations with my partners and with Germany. Reasons: My exchange partner and I became close friends and her family became my family. I had a lot of fun in Germany so i want to come back and visit them again.

During my last stay I met a new family (in Berlin) and we stayed there for few days, this family has 5 children, I became a good friend of them. And I hope they are going to be long lasting.

I felt a change in Germany. I saw many refugees from Syria, and many Turkish people.

My exchange partner (Magdalena) is keeping me update on what's going on in Weinheim and in Germany and I keep her updated on what's going on in Israel and I also watch the news so most of the times I'm aware if something is going on.


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"Die Israelreise, die schönste und spannendste Erfahrung unseres bisherigen Lebens!" 2016/2017

Wenn von „wir“ gesprochen wird, sind fast immer Idan, Ole und Julius gemeint.

Vom 26.12.2016 bis zum 05.01.2017 besuchten wir, Julius und Ole, Idan, Oles ehemaligen Austauschpartner in Ramat Gan. Wir nahmen 2012 an dem städtischen Austausch Ramat Gan – Weinheim teil. Dieser Austausch beinhaltete einen Besuch der Israelis in Weinheim im Juli 2012 als auch einen Besuch von uns in Ramat Gan im Oktober 2012. Die Aufenthalte waren jeweils zwei Wochen lang. Da uns der Austausch allen sehr gut gefiel, hielten wir den Kontakt miteinander. So kam es, dass wir Ende Dezember für zwei Wochen nach Israel flogen. Für Julius war es der erste Israelaufenthalt seit dem Austausch, für Ole bereits der zweite. Bei den Flugkosten wurden wir durch den Freundeskreis Weinheim-Ramat Gan unterstützt. (...)


Der vollständige Bericht von Julius und Ole als pdf


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Anne S.

Wir begehen das Zehnjährige in Ramat Gan!

Israel Sommer 2016

Vielen Dank für die Förderung!


Momentan bin ich noch Auszubildende am Nationaltheater Mannheim. Ich mache dort meine zweite Ausbildung und bin nun fast fertig. Dann geht es weiter.

Nach Israel kam ich zuerst 2006. Ich besuchte von 2000 bis 2009 die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim und hörte von einem Schüleraustausch mit Israel. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet, aber ich wusste, dass ich unbedingt mitmachen wollte. Zusammen mit meiner Schwester, Sarah S., begab ich mich dann in dieses Abenteuer: Es war eine der eindrücklichsten, schönsten und bedeutendsten Erfahrungen in unserem Leben! Es hat einen neuen Lebensabschnitt eingeleitet…

V.a. zu meiner Austauschschülerin, Sapir C., hielt ich Kontakt, Sarah zu Karin M., ihrer Austauschpartnerin. Der Kontakt bestand aus vielen Nachrichten und Telefonaten an Geburtstagen. Ein Jahr später kam Sapir wieder nach Deutschland, zusammen mit zwei Freundinnen und besuchte uns, unsere Familie und weitere vom Austausch. Wir trafen uns in kleineren Gruppen, gingen abends weg, redeten… Ein kleines Wiedersehen mit Leuten vom Austausch, wenn man nicht sowieso enger befreundet war seit der Zeit. Mit Karin M. traf sich Sarah sogar noch öfter, da sie mehrmals nach Deutschland kam und eine Weile hier lebte und auch ich traf sie einmal. Auch lernten wir eine Weile Hebräisch, was wir jedoch aufgrund unseres Stundenplanes in der Oberstufe aufgeben mussten. Sehr schade, denn wir finden es eine wunderschöne Sprache und es machte uns sehr viel Spaß!

Wir wollten unbedingt wieder nach Israel. Der Wunsch wurde mit der Zeit noch stärker! Wir fühlten, dass wir damals noch so jung gewesen waren und gar nicht alles im Gesamten aufnehmen konnten. Wir wollten wieder hin, die Eindrücke verstärken, neue sammeln, ... Wieder ein paar der tollen Menschen treffen, die man in dieser intensiven Zeit des Austausches kennengelernt hatte! Dass es tatsächlich dann leider noch so lange dauern würde, hätten wir nicht gedacht...

Dann kam meine Schwester im Sommer mit der Idee: Zehn Jahre sind um! Zehn Jahre sind genug! Zehn Jahre sind eigentlich viel zu lange! Lass uns zusammen wieder hingehen! Lass uns ein Jubiläum daraus machen! Spätestens jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt… Das fanden Karin und Sapir auch! Und nur ein paar Wochen später wurde es Realität…

Wir erlebten wieder eine sehr intensive Zeit in Israel! Wieder zwei Wochen. Wir durften bei unseren Austauschschülerinnen zuhause oder bei Verwandten/ Freunden wohnen, wie damals beim Austausch in den Gastfamilien, nur jetzt in eigenen Wohnungen. Diesmal gab es kein festes Programm wie beim Austausch. Sarah und ich hatten uns bewusst keines gemacht, sondern wollten offen sein, für alles was sich ergibt oder welche Ideen auch immer uns über den Weg laufen würden. Dadurch wurde es meiner Meinung nach umso intensiver. Wir hatten Zeit, Zeit um alles auf uns wirken zu lassen. Sapir und Karin hatten diesmal zwar ihren Alltag, Studieren, Arbeiten usw., doch sie nahmen sich sehr, sehr viel Zeit für uns! Wir haben uns mehr als willkommen gefühlt! So erkundeten wir zwar zu zweit tagelang Tel Aviv, machten einen Ausflug ans Tote Meer, Massada und Ein Gedi usw., konnten aber alles mit ihnen teilen und uns austauschen, ihre Geschichten, Ansichten zu Stadt, Land und Menschen erfahren und unsere gemeinsame Zeit von 2006 noch einmal aufleben lassen. Und immer, wenn Zeit war, hatte ich das Gefühl, eigentlich fast ihre gesamte Freizeit, machten wir etwas zusammen. Wir gingen zusammen zum Strand, gingen auch mal mit zur Arbeit, machten einen Ausflug nach Jerusalem und durften dabei auch noch die engere Verwandtschaft kennenlernen, die zusätzlich Deutsch mit uns sprach, machten lange Spaziergänge, gingen abends was trinken, gingen essen (das israelische Essen!), und und und… Wir trafen uns in größeren Gruppen mit uns bekannten Leuten und lernten weitere kennen. Die Zeit bestand u.a. aus vielen Gesprächen, Erinnerungen und viel Neuem.

Über soziale Medien usw. bleiben wir in Kontakt. Vielleicht auch die ein oder andere Postkarte, ich bin eine große Postkartenschreiberin und -liebhaberin! Und natürlich weitere Besuche…

Wir haben oft darüber geredet, uns wieder zu besuchen. Und dieses Mal nicht erst wieder in zehn Jahren! Wir reden darüber, ohne feste Pläne zu haben. Der Wunsch besteht, auch noch mehr von Israel gemeinsam zu erkunden! Es gibt sehr viele Ideen und viel, viel Motivation! Wer weiß, vielleicht wieder so spontan wie dieses Mal. Allein dieser Besuch hat gezeigt, dass das oftmals am besten ist. Sarah und ich wünschen es uns!

Die Erinnerungen an die Zeit des Austausches bestehen weiter. Sie wurden nicht überlagert durch diesen Besuch, da sind wir froh! Es war eine ganz neue, eigene Reise, die nichts in der Erinnerung verändert, sondern Eindrücke runder gemacht hat. Es kamen einfach noch mehr Erinnerungen zu den alten dazu! U.a. das selbstständige Reisen ohne die Austauschgruppe war neu. Kein Programm, keine Vorgaben, wo an welchem Ort man sein wird. Alles war offen. Damals war es sehr gut diesen „Rahmen“ zu haben! So jung, so viele Eindrücke, so Vieles, was man sehen, tun und erleben kann und sollte, wenn man in Israel ist. Und es war sehr viel! In dieser Zeit… Das wurde uns dieses Mal auch nochmal bewusst. Und dieses Mal konnten wir darauf aufbauen, entscheiden, ob wir neue Wege erkunden oder ein paar alte wiedersehen wollen. Wir waren nun zu zweit oder in kleineren Gruppen unterwegs. So war dieses Gemeinschaftsgefühl nicht wie in der großen Gruppe damals, sondern spontaner, ruhiger.

Eindrücke.. Hm.. Dieses Land und die Menschen, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das jetzt alles zusammenfassen soll. Es ist intensiv! Ein großes Erlebnis!


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Eindrücke aus Begegnungen beim Schüleraustausch


Erfahrungsbericht von Kathi (16) aus Weinheim

In den öffentlichen Bussen wurde ich oft angesprochen, ob ich aus Deutschland bin und die Israelis haben sich riesig gefreut, dass ich in Israel bin und haben viel sich mit mir unterhalten. Außerdem gefällt mir sehr, wie offen und gastfreundlich die Israelis gegenüber Deutschen sind und wie herzlich sie einem aufnehmen.


Erfahrungsbericht von Ruben (17) aus Weinheim

Meine Zeit in Israel war wie schon der Austausch unvergesslich und ich habe vor, vielleicht sogar noch dieses Jahr meine Freunde wieder zu besuchen. Denn ich glaube und ich fühle, dass zwischen uns eine ganz besondere Freundschaft herrscht, vielleicht sogar fürs Leben.


Erfahrungsbericht von Sariel aus Ramat Gan

The journey to Germany made me feel different about the complicated issue of Germany. There are people of my nation that have a negative association when the word "Germany" pops to their head. Unfortunately, this bad association influenced me as well. So I decided to go to this exchange for "cleaning" myself from this feeling about Germany.

And you know what? I made a perfect step, because I discovered such a wonderful people. Of course I knew all the time that there are so many good people in Germany, but I felt that I must see it with my own eyes for being cured from this negative sensation. So now, I'm very glad that I entered to this brilliant delegation, because now I made some good friends. So now I can recommend to everyone to take a part in this delegation.


Erfahrungsbericht von Theresa and Noelle aus Weinheim

All of us really enjoyed our time in Israel. We made various experiences with a lot of different and special feelings. The visit to Yad Vashem was very emotional and really touched us. We also saw a lot of beautiful countryside like Massada, the Dead Sea or just had a lot of fun together in Eilat.

We were positively surprised and happy about the israeli way of living: the friendly and very open-minded people, the easy-going day-life and the connection between traditional religious rules and modern life.

We say thank you for the warm and friendly hospitality that we experienced and we would like to invite all of you to visit Germany and Weinheim whenever you want to. We hope you know that we and our families would be very glad to host you again every time.

When we go back to cold and snowy Germany, we will remember the beautiful, amazing, funny and great time we spent together. We will never forget it!!

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Schüleraustausch: 19 Gymnasiasten besuchen Weinheims Partnerstadt Ramat Gan / Viele neue Eindrücke im Gepäck

Weinheim. Ein interessantes Land, offene und gastfreundliche Menschen, beeindruckende Landschaften und ein vielseitiges Besuchsprogramm – kurzum: Es war eine tolle Reise, so fassen Mailin König, Jason Coombe und Sören Barzyk, drei von 17 Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, ihre Eindrücke aus dem Schüleraustausch mit Weinheims Partnerstadt Ramat Gan zusammen.

Gemeinsam mit zwei Mitschülern der Klassenstufe 10 des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums – begleitet von den beiden Heisenberg-Lehrern Peter Essert und Joachim Gund – erlebten die Schüler zwei „unvergessliche Wochen“ in Israel. Sowohl die Städte Ramat Gan, Tel Aviv und Jerusalem mit ihren zahlreichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt, als auch die Bergfeste Massada und Eilat am Toten Meer. Auch nach Akko, Nazareth und Tiberias führte die Reise. Ebenso stand ein Besuch der Gedenkstätte „Yad Vashem“ auf dem Programm.

„Jeder Programmpunkt war etwas Besonderes. Ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefallen hat“, erzählt Mailin König. Nach ihrer Motivation gefragt, am Austausch teilzunehmen, sagt sie: „Nachdem meine beiden Geschwister von dort begeistert zurückkamen, habe ich mir vorgestellt, dass Israel etwas Besonderes sein muss. Dorthin reist man üblicherweise auch nicht im Urlaub.“ Ihre Vermutung hat sich durch die Reise bestätigt. Sie würde gerne erneut dorthin reisen, zunächst kommt aber ihre Austauschpartnerin für vier Tage nach Weinheim.

Jason Coombe wollte wissen, wie es sich anfühlt, in einem Krisengebiet zu leben. Sei Fazit nach zwei Wochen Israel: „Das Leben dort läuft völlig normal, ich habe mich sehr sicher gefühlt und keine Bedrohung wahrgenommen.“ Lediglich in den Grenzgebieten, angesichts schwer bewaffneter Soldaten und massiver Sicherungsanlagen, habe er schon ein „mulmiges Gefühl“ gehabt.

Gegenbesuch im Sommer 2014

Im kommenden Sommer, bevor die Austauschpartner zur Armee eingezogen werden, ist von mehreren aus dieser Austauschgruppe ein erneuter Besuch in Ramat Gan geplant. Dann würde gerne auch Sören Barzyk mit dabei sein. Ihm hat Jerusalem, gerade unter dem religiösen Aspekt, gut gefallen und die Fahrt an den Jordan sei sehr beeindruckend gewesen. „Das sind schon außergewöhnliche Ziele. Und das Kamelreiten war auch super“, gibt er seine Eindrücke wieder.

Trotz des umfangreichen Angebots blieb den deutschen Schülern dennoch ausreichend Zeit in den Gastfamilien das Leben in einem anderen Kulturkreis kennenzulernen, eine Schule zu besuchen und viele neue Eindrücke mit nach Weinheim zu nehmen.

Auch die begleitenden Lehrer hatten nur Positives zu berichten. „Die Gruppe war toll, die Teilnehmer haben gut harmoniert und sich an die Regeln gehalten“, sagt Essert. Nicht nur die jungen Leute hätten unzählig viele Eindrücke mitgenommen. Er habe erleben können, wie rasant sich das Land nach seinem ersten Aufenthalt vor knapp 30 Jahren, verändert habe. Dass der Schüleraustausch auch in den kommenden Jahren weitergehen werde, darin besteht für Gund kein Zweifel: „Der vor Kurzen neu gewählte Bürgermeister von Ramat Gan, Israel Zinger, ist sehr an dem Austausch mit Weinheim interessiert und hat schon einige Aktivitäten geplant“, berichtete er von einer Begegnung mit dem Politiker.

Der Schüleraustausch besteht seit nunmehr 27 Jahren. Das erste Treffen fand 1986 statt, ein Jahr später begann das regelmäßige Austauschprogramm unter Federführung des Stadtjugendrings. Gefördert wird er auch vom über 100 Mitglieder zählenden Freundeskreis Ramat Gan, der seit 1990 besteht. Bei über 40 Besuchen lernten sich mehr als 800 Jugendliche kennen.

Nur währen des Golfkrieges 1991 und der zweiten Intifada 2000 reiste aus Sicherheitsgründen keine Gruppe nach Ramat Gan.