Partnerschaft

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Bildquelle: https://www.de50il.org/de


Statement of the chairman of the Weinheim Ramat Gan friendship committee concerning the start of diplomatic relations between Israel and Gemany 50 years ago.

On 12 May German and Israeli politicians will shake hands, give each other a slap on their shoulders and will assure each other of their friendship - even their friendship of a special kind. On an official level Germany up to now has been a reliable partner of Israel.

Weinheim and Ramat Gan for more than 30 years have been a pillar within the German - Israeli relations. 30 years of youth exchange, many relations between individuals within the two cities have developed over the decades. I am happy to say that this especially applies for the young generation.

As a twin city of the Israeli metropolis Ramat Gan we are delighted about the rich and flourishing Israeli cultural and literary life, about the creative power of Israeli scientists and inventors, a creativity which is essential for the future of mankind. We can also include modern technologies, a field where Israel is leading on a global scale. Not only a few of these beneficial products started in Ramat Gan .

Nevertheless, Weinheim, too, is part of an increasingly anti Israeli wave in Germany and Europe. The historian Michael Wolffson is right when he says:

"Israel has been one of the three most unpopular states in Germany for 30 years. As there is democracy in Germany it is only a question of time when political leaders have to react to this opinion irrespective of who is in power. The harbingers can already be seen. The anti Israelism which was shouted within German streets in the summer of 2014 could not be ignored. Even "Juden ins Gas". This call for a new Holocaust had no legal consequences and found many secret sumpathisizers. “

We as members of the friendship committee go against this trend. As for what we say and do regarding our twin town Ramat Gan and regarding Israel we are guided by these insights:

“The state of Israel - irrespective of whether Netanjahu governs the country or the dove of peace itself - offers vital security to Jews all over the world wherever they live. Israel is the safe haven whenever somewhere there is once again danger for Jews - and over the past 3000 years this was not only true for the years between 1933 to 1945. “(Wolffson )

Israel is highly endangered from several sides, not least of all by a Iran's vasall Hizbullah , from the IS and also from Iran supported Hamas. It is threatened by an increasing trend in Europe to boycott the country and to isolate it.

By supporting the meeting of many people from the two twin cities we want to go on making a contribution by creating and intensifying relationships which makes our solidarity evident to our partners in Ramat Gan. With the start of diplomatic relations in 1955 Germany has - also on our behalf - made a commitment to stand up for an unreserved support of the state of Israel and its fight for survival against fundamentalists and extremists who want to destroy this state.

That is why we want and will contribute by way of information meetings in Weinheim as well as by publicizing comments in forums – so that reviews about Israel are fair and that reports on the causes of the conflict in the Middle East are not biased in only making Israel responsible.

We wish to see an attitude of friendship within wide parts of the people in Weinheim towards our Jewish partners and we will do everything to make a commitment for this attitude.

May 2015


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Erklärung des Vorsitzenden des Freundeskreises Weinheim-Ramat Gan zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland vor 50 Jahren

Am 12.Mai werden sich deutsche und israelische Politiker die Hände schütteln, sich auf die Schultern klopfen und sich der gegenseitigen Freundschaft, sogar der besonderen Art, versichern. Zu dem Anlass wird der israelische Präsident Reuven Rivlin nach Berlin kommen. Deutschland ist offiziell bislang ein guter Partner Israels.

Weinheim und Ramat Gan sind seit mehr als 30 Jahren eine Säule in diesen deutsch-israelischen Beziehungen. 30 Jahre Jugendaustausch, viele menschlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten sind in den Jahrzehnten gewachsen. Erfreulicherweise trifft dies besonders auf die junge Generation zu.

Als Partnerstadt der israelischen Metropole Ramat Gan freuen wir uns über die reiche und blühende israelische Kultur und Literatur, über die kreative Kraft israelischer Wissenschaftler und Erfinder – sie ist für die Zukunft der Menschheit unverzichtbar. Dazu kommen die modernen Technologien, bei denen Israel weltweit führend ist. Nicht wenige dieser Wohltaten haben in Ramat Gan ihren Ursprung.

Dennoch: Weinheim ist eben auch Teil einer zunehmend antiisraelischen Welle in Deutschland und Europa. Zu Recht stellt der Politologe Michael Wolffsohn fest:

„Israel gehört in Deutschland seit 30 Jahren zu den drei unbeliebtesten Staaten weltweit. Da wir in Deutschland eine Demokratie haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die politische Führung auf diese öffentliche Meinung reagieren muss, egal wer die Regierung stellt. Die Vorboten sehen wir ja bereits. Was im Sommer 2014 auf deutschen Straßen an Anti-Israelismus gebrüllt wurde, war nicht zu überhören. Auch „Juden ins Gas!“. Dieser Aufruf zu einem neuen Holocaust blieb unbestraft und fand viele heimliche Sympathisanten.“

Wir als Freundeskreis stemmen uns gegen diesen Trend. Für unser Reden und Handeln im Blick auf unsere Partnerstadt Ramat Gan und im Blick auf Israel überhaupt sind diese Einsichten maßgebend: „Der Staat Israel, egal ob er von Netanjahu oder von der Friedenstaube selbst regiert wird, gibt den Juden in der Welt, wo immer sie leben, existenzielle Sicherheit. Israel ist der sichere Hafen, wenn es irgendwo wieder einmal eine Gefahr für Juden gibt – und die gab es in den vergangenen 3000 Jahren nicht nur zwischen 1933 und 1945.“(Wolffsohn)

Israel ist von mehreren Seiten höchst gefährdet, nicht zuletzt von dem Iran-Vasallen Hizbollah, von der IS und der ebenfalls vom Iran unterstützten Hamas.

Es ist bedroht durch einen zunehmenden Trend in Europa, das Land zu boykottieren und zu isolieren.

Wir wollen durch die Förderung von Begegnung vieler Menschen aus den beiden Partnerstädten dazu beitragen, Beziehungen zu schaffen und zu verstärken, die den Partnern in Ramat Gan unsere praktizierte Solidarität vor Augen führen. Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 hat Deutschland auch in unserem Namen sich verpflichtet, einzutreten für eine uneingeschränkte Unterstützung des Staates Israel in seinem Überlebenskampf gegen Fundamentalisten und Extremisten, die diesen Staat zerstören wollen.

Darum wollen und werden wir mit Informationsveranstaltungen in Weinheim sowie mit Äußerungen in Foren dazu beitragen, dass Israel eine faire Beurteilung zuteil wird und so für die Ursachen des Nahostkonflikts Israel nicht einseitig verantwortlich gemacht wird.

Wir wünschen uns eine von weiten Teilen der Weinheimer Bevölkerung getragene Haltung der Freundschaft gegenüber unseren jüdischen Partnern und werden alles dafür tun, uns für diese Einstellung einzusetzen.

Partnerschaftsvertrag als PDF