Veranstaltungen

Führung durch das jüdische Worms eine der wichtigen geistigen Hochburgen jüdischer Tradition mit Pfarrer i.R. Albrecht Lohrbächer

am: Donnerstag, 11. Mai 2017

Der Freundeskreis Weinheim – Ramat Gan, zusammen mit der Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirchengemeinde Großsachsen und dem Bildungswerk St. Jakobus Hohensachsen laden herzlich ein.

Jahrhundertelang gab es eine gemeinsame christlich-jüdische Kultur. In den großen Städten wuchsen bedeutende jüdische Gemeinden, pflegten ihre Tradition und leisteten durch ihre geistige Präsenz einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des christlichen Abendlandes. Die jüdische Gemeinde in Worms spielte hierbei eine herausragende Rolle.

In unserer Führung werden wir das anschauen können, was dem Terror des NS Regimes nicht zum Opfer fiel. Unser Weg führt uns zur Synagoge mit der Mikwe. Wir besuchen das Raschihaus, das nach einem der berühmtesten Lehrer des Judentums benannt ist. Nach einer Video Einführung werden wir uns dort informieren über die Geschichte der Juden in Worms. Unser Weg führt uns anschließend zum Jüdischen Friedhof und endet am Dom.

Ablauf:

Wir treffen uns um 13 Uhr am Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim.

Von dort fahren wir mit privaten PKWs.

Bitte teilen Sie bei der Anmeldung mit, ob Sie eine Mitfahrgelegenheit brauchen oder eine anbieten können.

Das Programm in Worms dauert 4,5 Stunden.

Ankunft in Weinheim gegen 19:30 Uhr.

Anmeldung bis zum 6. Mai 2017 über die Website des Freundeskreises Weinheim - Ramat Gan. Klicken Sie dort den Bereich „Kontakt“ an.

Oder melden Sie sich an über das Evangelische Pfarramt in Großsachsen: Tel. 06201 51290; E-Mail: hirschberg-grosssachsen@kblw.de .


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Israel – die multikulturelle Einwanderergesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

am Dienstag, 23. Mai 2017, 19.30 Uhr Zeppelinstr. 21, Weinheim-Stahlbad (Raum des AK Asyl Weinheim)

Eintritt frei.

In Israel treffen auf engstem Raum westliche und orientalische Denk- und Verhaltensweisen, unter-schiedliche Religionen, Einstellungen und Meinungen aufeinander. Die Identitätsfrage beschäftigt das Land mehr als jede andere Frage und ist in jeden Konflikt verwoben. Die multikulturelle und multiethnische Vielfalt macht es unmöglich DEN Israeli zu bestimmen. Welten trennen den Kibbuz von der Entwicklungsstadt, das Leben im Zentrum vom Leben in der Peripherie, die säkularen von den ultraorthodoxen Stadtteilen im jüdischen Teil von Jerusalem und den jüdischen vom arabischen Teil.

Mit seiner pluralen Gesellschaft – einer Mischung aus West- und Osteuropäern, Amerikanern und Russen, Äthiopiern und Türken, Kurden, Iranern und Arabern (die im israelischen Parlament vertreten sind) ist Israel das Gegenteil jeder Projektion einer homogenen Gesellschaft (wie sie vor allem von Gegnern aber auch von unreflektierten Sympathisanten behauptet wird).

Der Vortrag gibt Einblick in die Alltagserfahrungen aus den jüdisch-arabischen Städten Haifa und Yafo und den Erfahrungen aus einem Krankenhaus am Stadtrand von Tel Aviv, einem Mikrokosmos des multikulturellen und multiethnischen Israel. Verknüpft mit dem Einblick in das Leben der Einwanderergruppen aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Äthiopien. Verbunden mit den Alltagserfahrungen einer jungen Familie aus einem sozial schwachen Stadtteil von Ramat Gan, der v.a. von orientalischen Ein-wanderern geprägt ist. Außerdem aufgehängt an den Erfahrungen aus einem Altenheim, in dem deutschstämmige Juden, die in den 30er Jahren aus Europa geflüchtet sind und Überlebende des Holocaust ihren Lebensabend verbringen. Dazu die Präsentation von Recherchen in Kollektivsiedlungen und Genossenschaftsdörfern, jüdischen Siedlungen jenseits der „Grenzen von 67“ sowie beduinischen, drusischen und tscherkessischen Dörfern. Außerdem die Erfahrung von zwei Jahren im Süden von Tel Aviv, wo eine große Anzahl von afrikanischen Bürgerkriegsflüchtlingen lebt.

Der Vortrag verbindet die Erfahrungen des Referenten, die er an Orten gesammelt hat, an denen kein Israel-Korrespondent zu finden ist, mit der Geschichte des Einwandererstaates.

Oliver Vrankovic stammt aus Württemberg und arbeitet in einem Altenheim in unserer Partnerstadt Ramat Gan. Daneben ist er vielfältig journalistisch tätig!


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Bitte beachten Sie auch die Veranstaltungen in der ehemaligen Synagoge Hemsbach unter www.ehemalige-synagoge-hemsbach.de.