Geschichte

November 2006

Der Austausch 2006 könnte man als Außenstehender als einen ganz regulären Austausch bezeichnen. Doch er war es nicht. Vom 23. Juli bis zum 6. August war eine 19 köpfige Schülergruppe aus Ramat Gan zu Gast in Weinheim. Der Gegenbesuch fand vom 28. Oktober bis 12. November statt. Die besondere Fürsorge der Gastfamilien, das tolle Programm und die Mischung der Jugendliche passte einfach hervorragend, sodass nicht wenig von „der besten Zeit ihres Lebens“ nach dem Austausch sprachen. Es muss einfach eine außergewöhnliche Zeit gewesen sein, denn gleich 6 Weinheimer Schüler starteten wenig später einen Hebräisch Kurs und besuchten ihre neu gewonnen Freunde wieder.


April 2005

Nach mehr als 4 ½ Jahren besucht erstmals wieder eine deutsche Schülergruppe Ramat Gan für zwei Wochen. Ein Gegenbesuch war aufgrund der prekären Sicherheitslage in Israel in den vorherigen Jahren nicht möglich gewesen. Die Erwartungen wurden dermaßen übertroffen, dass die Offiziellen beider Städte entschieden einen zweiten Besuch im gleichen Jahr durchzuführen. Das markiert die Umkehr zu grundsätzlichen Konditionen eines Austausches, wie es in den 90er Jahren auch üblich war. In nur 13 Monaten trafen sich 73 Jugendliche aus Weinheim und Ramat Gan und bekamen Freunde. Sie sind ein lebender Beweis für die starke Bindung und der Freundschaft der beiden Städte.

Seit 2005 ist es möglich finanziell unterstützt zu werden und so auch zum Beispiel finanziell schwächeren Schülern einen Austausch zu ermöglichen. Aber auch 2. Besuche und längere Aufenthalte in Israel werden unterstützt.


Oktober 2004

Aufgrund der sehr guten Beziehungen besuchen der Bürgermeister Weinheims Heiner Bernhard und weitere Delegierte Ramat Gan für eine Woche. Sie werden von zwei Journalisten der lokalen Presse begleitet, wodurch Weinheims Bürger täglich neue Nachrichten aus Ramat Gan und Israel bekamen.


Juli 2002

Nach einer zweijährigen Unterbrechung aufgrund der 2. Intifada kommt, aus der direkten Konsequenz aus dem Besuch im Februar, eine 18 köpfige Schülergruppe aus Israel nach Deutschland. Die Gruppe durchlebt in Deutschland einen tollen und regulär ablaufenden Austausch. Leider war die Situation in Israel aber zu unsicher, was einen Gegenbesuch unmöglich machte. Auch im Jahre 2003 war das der Fall.


Februar 2002

Fünf ehemalige Angehörige des Austausches, sowie Herr Lohrbächer und seine Frau zeigen Ihre Solidarität während der zweiten Intifada mit Israel, indem sie gemeinsam Ramat Gan besuchen. Außerdem stellen Sie neue, wichtige Kontakte her und machen Werbung an Schulen in Ramat Gan für den Austausch.


Herbst 2001

Eine Spende der USA öffnet dem Freundeskreis Weinheim – Ramat Gan neue Möglichkeiten die Jugendlichen zu unterstützen. Ehemalige Austauschschüler aus beiden Ländern haben ab diesem Zeitpunkt die Chance finanziell unterstützt zu werden. Zum Beispiel bei einem Praktikum oder einem Studium.


Mai 2000

Eine Delegation der Stadt Weinheim zusammen mit dem Bürgermeister von Weinheim nehmen am “millennium-meeting” in Ramat Gan teil.


April 2000

Frau Palm von der Stadtverwaltung in Weinheim, Michael Dorn des "Stadtjugendrings" und Herr Lohrbächer vom „Freundeskreis Weinheim – Ramat Gan“ verbringen viel Zeit in Ramat Gan, um neue Möglichkeiten für die Entwicklung der Partnerschaft zwischen den Städten zu finden.


November 1999

Weinheims und Ramat Gan’s Bürgermeister Uwe Kleefoot und Moshe Meron unterzeichnen die offizielle Partnerstadtvereinbarung und stellen dabei die Wichtigkeit des Austausches für die Freundschaft hervor.


Juli 1998

Der Jugendchor "Gvanim" aus Ramat Gan besucht Weinheim und gibt mehrere Aufführungen in Weinheim und Umgebung.


Mai 1998

Anlässlich des 50 jährigen Bestehens Israels besucht eine kleine Delegation aus Ramat Gan Weinheim.


Januar 1996

Vortrag von Moshe Meron in Weinheim über den Friedensprozess im Nahen Osten.


November 1995

Ermordung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin. Auch die Menschen in Weinheim sind schockiert und zeigen ihre Sympathien.


Oktober 1993

Josef Hadar und seinem Chor kommen nach Weinheim und starten einen aktiven Austausch mit der „protestant singing community“.

Junge Menschen aus beiden Städten präsentieren ihre Stadt in Bildern. Eine Ausstellung der Gewinner findet in beiden Städten statt.


Januar - März 1991

Die Bürger Weinheims zeigen große Sympathien für Ramat Gan’s Schicksal während des 1. Golfkrieges. Aus Solidarität verbringt ein Weinheimer Bürger einen Monat in Ramat Gan während des Krieges. Außerdem gibt es in Weinheim eine Spendenaktion für Ramat Gan, die 18.000 DM einbringt.


Dezember 1990

Eine Delegation, bestehend aus Herrn Printz und Sens, aus Ramat Gan besucht Weinheim.


April 1990

Ein wichtiges Datum in der Partnerschaftsgeschichte war der 5. April 1990. An diesem Tag wurde aus den persönlichen Beziehungen zwischen Weinheim und Ramat Gan eine offizielle Freundschaft. Der Freundeskreis Weinheim – Ramat Gan wurde unter Anwesenheit des Bürgermeisters Ramat Gan’s Herrn Moshe Meron ins Leben gerufen. Das war die Grundlage für einen kontinuierlichen Prozess der Annäherung und Verständigung zwischen den zwei Städten. Der Verein hat 33 Gründungsmitglieder. Darunter Dr. Gisela Freudenberg als Vorsitzende und Albrecht Lohrbächer als 2. Vorsitzenden.


1986 - Die Anfänge

Alles begann mit zwei Familien, die im Jahre 1981 den Grundstein bildeten für eine nun über 40 Jahre bestehende Partnerschaft. Damals entstand eine persönliche Beziehung zwischen Albrecht und Ulrike Lohrbächer aus Weinheim und Schmuel und Ruth Gogol aus Ramat Gan, welche die „Schoa“ überlebt haben. Schmuel Gogol war der Leiter des einzigartigen Kinder-Mundharmonika-Orchesters in Ramat Gan. So organisierten die beiden Familien einen Auftritt der jungen Mundharmonikaspieler in Weinheim. Dieses Ereignis markiert den ersten Besuch junger Israelis in Weinheim und die Idee eines Schüleraustausches wurde geboren. 1988 sowie 1990 gab Schmuel Gogol zwei weitere Konzerte in Weinheim, wofür er den Janusz-Korczak-Prize erhielt. Auf Basis einer starken Freundschaft wurde dann 1987 beschlossen einen richtigen Austausch ins Leben zu rufen, welcher Krisen wie den Golfkrieg (1991) und die zweite Intifada (2000) überstand. Nach der Gründung des „Freundeskreis Weinheim – Ramat Gan“ am 5. April 1990 gab es bis 2000 jedes Jahr einen Austausch, an dem mindestens 15 Israelis und 15 deutsche Schüler teilnahmen.